Zentnerweise Halleluja - F.A. Miko liest beim Macondo-Festival
(Stadt Spiegel, Bochum 07.11.2001)

Kaum war das Buch auf dem Markt, hat Autor F.A. Miko großes Lob erfahren. Mit seinen
Geschichten aus dem Altag in "Zentnerweise Halleluja", veröffentlicht im Verlag Dr. N.
Brockmeyer, trifft er offensichtlich den Nerv der Zeit.
Anlässlich des gerade zu erlebenden Macondo-Literatur-Festivals gibt es wieder eine
Lesung mit dem heimischen Autor. Sie steigt am morgigen 8. November um 14.00 Uhr im
Ratskeller, Willy-Brandt-Platz 1.

Heiteres für zwischendurch - Mikos Kurzgeschichten und Gedichte
(Ruhr Nachrichten 25.6.2001)
"Vergesst die Romantik nicht!", lautet das Motto des Bochumer Autors F.A.Miko.
Daher wird Romantik und Gefühl in seinem Buch "Zentnerweise Halleluja und andere
Geschichten" großgeschrieben.
Die Sorgen und Nöte einfacher Leute bringt Miko gekonnt auf den Punkt:
Arbeitslosigkeit, Kriegs- und Nachkriegsalltag. Er entlockt mit seinen kurzen Geschichten
und Gedichten dem Leser fast immer ein Schmunzeln - ebenso die begleitenden
Zeichnungen von Walter Baltes.
Der betrunkene Armin spielt mit Selbstmordgedanken. Er überlegt, was ihn im
Jenseits erwartet: "Zentnerweise Halleluja". Die Probleme der Protagonisten werden
aber keineswegs ins Lächerliche gezogen. Hoffnung zieht sich wie ein roter Faden
durch fast alle Schilderungen - fast immer gibt es ein Happy End. Der Stil entspricht
der Sprache der Figuren. So ist die Geschichte vom Frontsoldaten Emil aus Ostpreußen
in dessen Dialekt geschrieben. Und auch die Ruhrgebiets-Mentalität kommt nicht zu kurz.
Omma erklärt Enkelin Elkemäusken auf ruhrpöttisch die Welt. Nach einem Zoobesuch
bei den Walen ist klar, woher der Lebertran kommt: "Nein, nich inne Flasche - unterm
Bauch hat er den gehabt. Wenn er gleich wieder hochspringt, kannste sehen, wo er
gesessen hat, weil der da nämlich ganz weiß is."
"Zentnerweise Halleluja und andere Geschichten" Universitätsverlag Dr. N.
Brockmeyer. 248 Seiten, DM 29,80.
Wie die Kuh im Pott das Singen lernt
(WAZ 30.4.2001)
Die Geschichten von F.A. Miko sind kleine Erzählungen, die mitunter Märchencharakter
haben. In der Groteske "Irma, die singende Kuh" will Gleichnamige eine berühmte Sängerin werden. Nachdem sie einen Kassettenrekorder verschluckt hat, verehrt das Volk sie wie
einen Star.
Die rührende, längere Erzählung "Agül" - über die Integration eines Türkenjungen -
hinterließ bei den Zuhörern der gut besuchten Lesung - ergriffene Gesichter. Auch dem
Ruhrgebiet mit seinen Originalen zollt Miko Respekt, in Geschichten über die letzte
Grubenfahrt eines Bergmanns oder die Lebensweisheiten einer Oma an einem Kiosk.
So machte Mikos Buch "Zentnerweise Halleluja und andere Geschichten" Appetit, zu
Hause weiter zu schmökern (in schönem Druck, mit Karikaturen von Walter Baltes).
DM 29,80